Die Entdeckung des Ozonlochs

 

 
Das Ozonloch am 6. Oktober 1987
  

 
Argentinien liegt an der Südspitze Südamerikas und reicht im Süden bis nach Patagonien und Feuerland, wo hunderttausende von Schafen und Rindern weiden. Die Anden im Westen bilden die natürliche Grenze zu Chile.
[Karte: © Microsoft Encarta]

   
Ozon ist eines der interessantesten Spurengase in unserer Atmosphäre. Es ist in der Stratosphäre dringend notwendig, um uns vor der schädlichen UV Strahlung der Sonne zu schützen. In unserer unmittelbaren Umgebung it es dagegen aber unerwünscht, weil es ein Reizgas ist, das die Atemwege schädigt.
 
Ebenso faszinierend ist die Geschichte des Ozonloches, seiner Entdeckung, dem Verständnis der Chemie, die dahinter steckt, der Gegenmaßnahmen und der Hoffnung, dass es sich allmählich wieder schließt. Auf dieser Seite erfährst du die Grundlagen, ohne dass allzu große Chemie-Kenntnisse vorausgesetzt werden.
 
In den 70er Jahren wurde die Ozonschicht über der Antarktis von der britischen Antaktis Forschungsstation beobachtet und eine starke Abnahme der Ozonkonzentration festgestellt. Danebn ranken sich auch einige Legenden um die Entdeckung des Ozonloches.
 
So veröffentlichte die Umweltorganisation Greenpeace 1992 einen Aufsatz, in dem behauptet wurde, Schafe im äußersten Süden Argentiniens (Feuerland) seien infolge der verstärkten UV-Strahlung aus dem All erblindet.
 
Als 1985 dann die ersten Messungen vorgenomme wurden, waren die Ozonwerte so niedrig, dass man den Messinstrumenten nicht traute und die dramatische Entdeckung nicht eher bekannt geben wollte, als bis neu eingebaute Instrumente sie bestätigten.
 
Damals beobachtete auch schon ein Satellit vom Weltall aus die Ozonschicht. Doch blieb das Ozonloch trotz seiner Messungen unbemerkt, da die gemessenen niedrigen Ozonwerte anfangs irrtümlich für einen Messfehler gehalten wurden. Erst die Nacharbeitung der Rohdaten bestätigte die Wahrheit, die zunächst niemand glauben wollte.
 
Unmittelbar nach nach der Entdeckung des Ozonlochs begann man intensiv zu forschen. Dabei wurden auch frühere Warnungen vor möglichen Auswirkungen der FCKWs auf die Atmosphäre wiederentdeckt. Das führte dazu, dass man die FCKWs verbot.
Das Ozonloch machte uns wohl erstmals wirklich dramatisch bewusst, dass der Mensch in das natürliche Gleichgewicht in der Atmosphäre und im Weltklima eingreift und die Folgen seines Tuns nicht abschätzen kann.